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                                                                   Similaun   3606 m


                                                                        Ötztaler Alpen

GPS Daten download

 

01.09.2010

Text: Bernhard Drexl



Am Ötztaler Hauptkamm, genau auf der Grenzlinie Tirol / Südtirol liegt der Similaun. Einen gewissen Bekanntheitsgrad, auch bei Nichtbergsteigern genießt die Gegend durch den Fund der Ötzi – Eismumie am Hauslabjoch. Entsprechend frequentiert ist der Berg, man wird selten allein unterwegs sein.
Der Aufstieg zur Similaun – Hütte beginnt an der Staumauer des Vernagt Stausee auf 1700 m. Der gut markierte Weg führt zunächst über Almwiesen, durch kleine Wäldchen und höher oben über schotteriges Gelände, bis man nach 3 – 4 Stunden das Niederjoch mit der Similaun – Hütte erreicht. ( 3019 m ) Durch die südliche Exposition kann der Aufstieg ganz schön schweißtreibend sein. Auf der Hütte hat man die Gelegenheit seinen Flüssigkeitshaushalt mit mehr oder weniger isotonischen Getränken zu regulieren.
Dank der Höhenlage der Hütte reduziert sich der Aufstieg am nächsten Tag zu einem Vormittagsspaziergang. Es gibt also in der Früh keinen Grund zur Hektik, man kann sich dem Frühstücks – Buffet in aller Ruhe widmen. Man geht dann von der Hütte ein kurzes Stück nach Osten über Geröll, bis man den Ferner erreicht. Dieser zieht unsteil nach oben und hat nur wenige Spalten. Meistens zeigt einem eine tief ausgetretene Spur wo es lang geht. Bei 3400 m verlässt man den Gletscher um die letzten 200 Höhenmeter  unschwierig am Westgrat zu überwinden.
Vom Gipfel hat man eine prächtige Aussicht, Marmolada im Osten, Ortler im Süden, Bernina im Westen und natürlich die nahegelegenen Gipfel der Ötztaler.  Bei südlichem Wind kann man im Idealfall wenige Meter unter dem Gipfel auf einen steilen Firnhang starten. Ist dieser Hang stärker ausgeapert, verwandelt er sich immer mehr in einen groben Geröllhaufen und man tut besser daran zum Grafferner abzusteigen.  Zum Start in die andere Richtung geht man am Westgrat zurück bis man wieder auf den Niederjoch – Ferner trifft. Hier hat man von West bis Nord auf den flachen Hang jede Menge Platz um abzuheben. Der Flug führt in diesen Fall über das Niederjoch nach Süden. Obacht auf das Lee, in das man bei Nordwind unweigerlich fliegt.  Landen kann man auf einen Wiesenhang oberhalb vom Parkplatz, Achtung Stromleitung im unteren Teil, oder 200 m tiefer auf großen Wiesen bei Unser Frau im Schnalstal, oder man geht auf Strecke entlang dem Vinschgau.
Für Konditionsbolzen ist die Tour natürlich auch au einen Tag zu bewältigen, aber wesentlich entspannter ist es, wenn man´s, wie beschrieben, auf 2 Tage angeht. Man könnte auch von Norden her aufsteigen: Vent – Martin Busch Haus – Similaun. Aber der Flugweg nach Vent ist lang und wäre noch anzutesten.

 

Bilder zur Tour

 

Lage Ötztaler Alpen, Tirol / Südtirol
Ausgangspunkt Vernagt im Schnalstal,  Parkplatz am Anfang des Stausee
Anfahrt

Brennerautobahn bis Bozen, hier abbiegen in Richtung Meran, weiter auf SS38  bis Kompatsch, 
dann hinauf ins Schnalstal. Oder: Inntalautobahn, Landeck, Reschenpass, hinunter ins Vinschgau,
Richtung Meran halten.  Auf der SS38 ebenfals bis Kompatsch, hier ins Schnalstal

Stützpunkt Similaun Hütte   3019 m privat,  Öffnungszeiten:  März bis Ende Mai ,Juli bis Ende September      Tel.: 0039 0473 669711   
Gehzeit Hütte - Gipfel: 600 m  1,5 - 2 h
Startplätze W - N:  Höhe  3430 m  auf dem Niederjochferner. Viel Platz, aber relativ flach.
S
:   Direkt am Gipfel, steiler Firnhang, wenn der zu sehr ausgeapert ist, dann besser absteigen zum Grafferner.
Landung Hang oberhalb vom Parkplatz, oder Wiesen bei Madonna di Senales auf ca 1500 m
Tourencharakter Leichte Hochtour
Karten  
Tourendaten August 2010